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„Kinder sind eine große Freude für mich“

Christine Schweizer ist seit 18 Jahren Pflegemutter – Derzeit hat sie sieben Pflegekinder in ihrer Obhut

 

Die Eltern sind drogenabhängig, schwer psychisch krank oder gewalttätig. Unter anderem in solchen Fällen greift das Jugendamt ein, nimmt Kinder zu deren Schutz aus der krisenhaften Familie und gibt sie – meist vorübergehend – in Vollzeit- oder Bereitschaftspflege. Christine Schweizer aus Schießen (Gemeinde Roggenburg) im Landkreis Neu-Ulm kümmert sich seit dem Jahr 2000 um Pflegekinder. Derzeit sind sieben Mädchen und Buben bei ihr in Obhut.
Sieben Pflegekinder und dazu noch einen leiblichen Sohn im Alter von 21 Jahren, der inzwischen aber ausgezogen ist, wie schafft sie das nur? „Dafür ist viel Disziplin nötig; mein Tag ist total durchstrukturiert“, antwortet Christine Schweizer. Die 60-Jährige nennt weitere Voraussetzungen, die erfüllt sein müssen, um sich als Pflegemutter zu eignen – noch dazu, wenn man so vielen jungen Persönlichkeiten gerecht werden will: Man brauche ein stabiles Nervenkostüm, einen starken Willen, Geduld, Ausdauer und – am wichtigsten – viel Liebe. „Nur wer fest im Leben steht, kann seine Erziehungsprinzipien durchsetzen“, fasst Christine Schweizer zusammen.
Was sich nach Schwerstarbeit anhört, münde – so erzählt die seit zwei Jahren alleinerziehende Frau – aber früher oder später in eine tiefe Befriedigung, nämlich dann, wenn es gelinge, die Kinder für sich zu gewinnen. Sie verschweigt indes nicht, dass sich traumatisierte Kinder auch dauerhaft vor ihr verschlossen hätten oder ihr mit anhaltender Ablehnung begegnet seien. Aber das seien wenige Ausnahmen. Viel öfter machten die leiblichen Eltern Ärger. „Von deren Seite sind mir immer wieder Steine in den Weg gelegt worden“, berichtet Christine Schweizer. Nicht selten begegneten ihr die Herkunftsfamilien abschätzig, ja sogar feindselig.
Die vielen Glücksmomente, die sie mit ihren Pflegekindern erlebe, überwiegen für sie aber bei Weitem. Sieben, acht, zehn, zwölf, 13, 18 und 20 Jahre sind ihre gegenwärtigen Schützlinge. Der heute 18-Jährige kam bereits dreieinhalb Monate nach seiner Geburt zu ihr und blieb seither unter ihrem fürsorglichen Schutz. Er war ihr erstes Pflegekind. An ihm hängt Christine Schweizer Herz besonders: „Er ist für mich wie mein eigener Sohn.“
Aber auch zu den anderen der insgesamt gut 20 Kinder, die sie im Laufe der Jahre betreute, hat sie fast immer ein vertrauensvolles Verhältnis aufgebaut. Der Kontakt ist nie abgerissen. Ihre früheren Pflegetöchter und -söhne rufen immer wieder an, schreiben oder kommen zu Besuch. „Es ist eine große Freude für mich, wenn ich erlebe, wie sich die Kinder positiv entwickeln“, sagt Christine Schweizer und strahlt.
„So viel kann ich also nicht falsch gemacht haben“, sagt sie. Und was, meint sie, ist ihr Erfolgsgeheimnis? Entscheidend sei, den Kindern ein gutes Beispiel zu geben. „Man muss Vorbild sein.“ Wer Christine Schweizer begegnet und mit ihr spricht, merkt: Es macht ihr einfach Spaß, benachteiligten Heranwachsenden den richtigen Weg zu zeigen und ihnen fürs Leben mitzugeben, auf was es ankommt. Sie hilft aus Menschlichkeit. Für den Fachbereich „Jugend und Familie“ am Landratsamt Neu-Ulm ist es ein Glücksfall, dass es Christine Schweizer gibt. „Wir arbeiten Hand in Hand zusammen. Unser Verhältnis ist von großem Vertrauen und Ehrlichkeit geprägt“, sagt Diplom-Sozialpädagogin Birgit Ummenhofer.
Wer jetzt daran denkt, sich selbst zur Pflegemutter oder auch zum Pflegevater ausbilden zu lassen, um später benachteiligte Kinder bei sich aufzunehmen, der kann sich mit dem Jugendamt des Landkreises Neu-Ulm (Birgit Ummenhofer 0731/7040-2570) in Verbindung setzen.
Bildunterschrift:
In ihrem Garten in Schießen hat Christine Schweizer ihre sieben Pflegekinder im Alter von sieben bis 20 Jahre um sich geschart.
Foto: Jürgen Bigelmayr (Landratsamt Neu-Ulm)
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