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Sayy: 576 - 13.12. - 29.12.2018 Son sayý için týklayýn
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Der Schüttel-Reflex kann jeden überfallen - Was hilft?

 
Wenn Eltern nur für wenige Sekunden die Kontrolle über sich verlieren und ihr Baby schütteln, können sie ihm lebenslang schaden: Beim sogenannten Schütteltrauma reißen Blutgefäße und Nervenbahnen. Krampfanfälle, geistige und körperliche Behinderungen können die Folge sein. Zwischen 10 und 30 Prozent der Kinder sterben sogar. Warum die Gefahr im Prinzip jedem droht und was der oder die Einzelne dagegen tun kann, erläutern die Diplom-Sozialpädagogin Simone Rasper-Sandmann und die Diplom-Pädagogin Melanie Westermayer von Koki-Frühe Hilfen am Landratsamt Neu-Ulm im Interview mit KidS-Redakteurin Almut Grote:
Wie kommt jemand überhaupt auf die Idee, sein Kind zu schütteln? Ist das nicht völlig abwegig?
Westermayer: Im Gegenteil: Es scheint ein Reflex zu sein. Woher er genau kommt, wissen wir nicht, aber es gibt mindestens zwei Muster, die dahin führen: Instinktiv beruhigt man das Kind ja durch sanftes Wiegen. Stress kann dazu führen, dass man die Bewegung verstärkt, immer weiter, bis es ein Schütteln wird.

Schütteln hat auch einen anderen Aspekt: Wenn ich jemandes Aufmerksamkeit will, schüttle ich ihn an der Schulter. Das ist ein Signal: Hey, hör mir zu.

Es kann also jedem passieren. Gerade deshalb ist es dringend nötig, sich darüber klar zu werden, dass dieses Schütteln beim Baby immense Folgen haben kann.
Was passiert denn, wenn ich das Baby zu heftig "wiege", also schüttle?
Rasper-Sandmann: Das Baby kann ja seinen Kopf noch nicht alleine halten, das liegt an der Anatomie: Der Kopf ist im Verhältnis zum Körper viel zu groß – und vor allem viel zu schwer für den zarten, zerbrechlichen Nacken. Die Wirbelsäule ist noch ganz dünn, die Nackenmuskulatur noch nicht ausgeprägt, und der gesamte Schädel noch weich und teilweise offen (Stichwort Fontanelle). Auch das Gefäßsystem ist noch ganz zart. Deshalb führt Schütteln sehr schnell zu Einblutungen im Hirn. Die sind von außen gar nicht sichtbar, können aber zu lebenslangen Behinderungen führen.
Wenn das Schütteln ein Reflex ist, wie sollen Eltern dem überhaupt widerstehen können?
Rasper-Sandmann: Es muss schon eine gewisse Überreizung, eine Überforderung da sein, dass Eltern überhaupt das Gefühl bekommen "Ich halt's jetzt nicht mehr aus" und ihr Kind dann schütteln. Damit es gar nicht so weit kommt, sollten Eltern sich rechtzeitig Unterstützung holen, und mit rechtzeitig meine ich: schon dann, wenn sie merken, es geht mir nicht so richtig gut, ich hätte gern eine Unterstützung und Entlastung.
Wo sollen Eltern nach Unterstützung suchen?
Rasper-Sandmann: Zunächst bei der Verwandtschaft und im Freundeskreis. Da gibt es um die Geburt herum eigentlich immer jemanden, der sich zum Beispiel als Babysitter anbietet. Die Eltern sollten lernen, solche Angebote anzunehmen, auch wenn sie sie nicht zu brauchen glauben: Es ist immer eine Entlastung. Das spart Energie – und man hat dann schon jemanden, an den man sich wenden kann, wenn es doch mal notwendig wird.
Gibt es Möglichkeiten, der Verzweiflung vorzubeugen?
Westermayer: Jedes Kind wird mal eine Schreiphase haben, die einem mehr oder weniger an die Nerven geht. Deshalb sollten Eltern schon im Vorfeld Kraft tanken. Es ist wichtig, dass eine frischgebackene Mutter auch auf sich selbst achtet. Sie muss sich bewusst machen, was ihr gut tut, und dies genau immer dann tun, wenn ihr Kind schläft – das ist ihre kostbarste Zeit.
Rasper-Sandmann: Rückbildungskurse sind nicht nur medizinisch sinnvoll, sondern auch, weil die Mutter dadurch einen Abend für sich und soziale Kontakte hat. Es tut gut zu hören, dass es anderen auch nicht anders geht.
Welche Hilfen gibt es von öffentlicher Seite und wie komme ich als Mutter oder Vater da dran?
Rasper-Sandmann: Die „Frühe-Hilfen“-Stellen haben die Möglichkeit, den Familien zur Entlastung und Unterstützung zum Beispiel Familienpaten, Familienhebammen und –krankenschwestern an die Seite zu stellen. Wer sich überlastet fühlt, kann im Prinzip jeden ansprechen – die Frauenärztin, den Kinderarzt, die Hebamme und natürlich sämtliche Beratungsstellen von der Schwangeren- über die Erziehungsberatung bis zum Familienzentrum. Sie sind alle miteinander vernetzt, im Landkreis Neu-Ulm über KoKi – Frühe Hilfen, in Ulm über SPATZ – Frühe Hilfen und im Alb-Donau-Kreis im Projekt Ki.Wi, und vermitteln die Ratsuchenden an die passende Stelle.
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