Merhaba Verlag und Werbeagentur
Ana Sayfa Hakkýmýzda 2018 Sayýlarý
Reklam Ýletiþim Künye
Güney Almanya'nýn en büyük Türkçe gazetesi
Sayy: 566 - 19.07. - 20.08.2018 Son sayý için týklayýn
Nerede
  Ana Sayfa
  Hakkýmýzda
  2018 Sayýlarý
  Fiyat Listesi
  Reklam
     Baþvurusu
  Baský Tarihleri
  Ýletiþim / Kontak
  Arþiv [Sayfalar]
  Arþiv Haberler
 
 
nerede 2018/19
 
Aradýðýnýzý Bulmak Ýçin
Týklayýn!
Güney Almanya
Ýþ Rehberleri
 


Dein PLZ:

 
Merhaba'dan Haberler

Depressive Eltern – Wenn Kinder stark sein müssen

In Deutschland leben schätzungsweise 3 Mio Kinder mit einem psychisch kranken Elternteil zusammen...

 
In Deutschland leben schätzungsweise 3 Mio Kinder mit einem psychisch kranken Elternteil zusammen, vermutlich eine ähnlich hohe Zahl Kinder ist im Laufe ihres Lebens dauerhaft oder zeitweise von elterlicher Alkoholabhängigkeit betroffen. Das hat Folgen für die kindliche Entwicklung.

Kinder haben ein sehr feines Gespür und merken, wenn etwas mit ihren Eltern nicht stimmt—auch wenn sie es nicht benennen können.

Aus der Bindungsforschung wissen wir, wie wichtig eine stabile Bindung für das heranwachsende Kind ist. Kinder brauchen Wärme, Schutz, Halt, Liebe und Zugehörigkeit. Im Idealfall bekommen sie das von der Mutter und vom Vater. Ein Kind, das in Liebe, Geborgenheit und Sicherheit aufwächst, entwickelt von allein Sozialkompetenz, Selbstvertrauen und Selbstkontrolle.

Eine depressive Mutter jedoch kann die Signale, die ein Kleinkind aussendet, nicht feinfühlig beantworten - zumindest nicht in einer akut depressiven Phase. Ganz egal, was das Kind unternimmt, ob es sich still zurückzieht, ob es seine Angst zeigt, ob es wütend ist oder ob es weint oder unruhig ist, es erhält nicht die liebevolle, verständnisvoll zugewandte Reaktion seiner Mutter, die es bräuchte, um sich bei ihr sicher und geborgen zu fühlen.

Das Kind erlebt die emotionale Abwesenheit der Mutter als eine existenzielle Verunsicherung. Diese Erfahrung kann sich auf das gesamte spätere Erleben auswirken: Das Kind spürt sich selbst nicht richtig und kann deshalb auch mit anderen Menschen nicht angemessen umgehen.
Kinder fühlen sich schuldig

Kleinkinder nehmen Ihre Umwelt durch die Augen der Eltern wahr und sehen sich selbst als Ursprung aller Ereignisse. Sie denken: „Ist die Mama immer traurig, dann habe ich bestimmt etwas falsch gemacht!“ Das Kind kann nicht verstehen, warum die Mutter ihm die liebevolle Zuwendung nicht gibt und sucht die Schuld bei sich selbst.

Es ist daher wichtig, dass dem Kind verständlich gemacht wird, dass sein Verhalten nicht die Ursache für die Traurigkeit der Mutter ist. Liebevoll gestaltete Kinderbücher können die Kommunikation unterstützen.
Umkehr der sozialen Rollen

Können Eltern ihre Aufgabe als Eltern nicht richtig erfüllen, schlüpfen ältere Kinder in diese Rolle. Meistens übernehmen ältere Kinder die Elternfunktion für jüngere Geschwister und den Haushalt, sie fühlen sich verantwortlich für das Funktionieren der Familie und für die Mutter.

Diese Kinder und Jugendliche sind sehr verantwortungsbewusst, sie sind angepasst und verlieren oft die kindliche Spontanität, Lebhaftigkeit und Sorglosigkeit. Kinder, die stellvertretend für ihre Eltern Verantwortung übernehmen, entwickeln sehr häufig hohe Anforderungen an sich selbst. Einerseits gibt ihnen diese Position ein Gefühl der Macht, andererseits haben sie ständig Angst zu versagen. Das belastet diese Kinder sehr stark. Dann brauchen sie Verständnis und Unterstützung von außen, um Stück für Stück die zu viel übernommene Verantwortung zurückzugeben und sich altersgemäß entwickeln. Das ist nicht leicht, denn damit geht ihnen ja auch die Machtposition wieder verloren.
Kinder als Symptomträger

Das "System Familie" versucht immer, im Gleichgewicht zu sein. Dazu muss es sich ständig an die sich verändernden Gegebenheiten anpassen. Einschneidende Ereignisse (Heirat, Geburt, Pubertät, Krankheit, Tod …) erfordern eine neue Orientierung. Gelingt es den Beteiligten nicht, sich auf die neue Situation einzustellen, gibt es Konflikte. Das Kind ist oft derjenige, der dann auffällig wird: Es versucht durch sein auffälliges Verhalten oder seine Beschwerden, die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen, in einem verzweifelten Versuch die Mutter aus ihrer Depression herauszulocken, oder die Beziehung der Eltern zu retten.

Das Symptom, das ein Kind zeigt (z.B. aggressives Verhalten, Bettnässen, Probleme in der Schule etc.), ist eigentlich immer ein Alarmruf an die Eltern, sich wieder mehr um sich und ihre Beziehung als Paar zu kümmern.

Wenn die Eltern beginnen, sich mit sich selbst auseinander zu setzen, brauchen die Kinder die Stellvertreterrolle nicht mehr zu übernehmen. Gelingt eine Veränderung der Verhaltensmuster innerhalb der Familie, wird das Symptom nicht mehr gebraucht und verschwindet wie von selbst. Woran erkenne ich eine Depression Anzeichen für eine Depression sind eine anhaltend gedrückte Stimmung, Interessen- und Freudlosigkeit mit starken Schuldgefühlen und "Antriebsstörungen" (jede Handlung fällt schwer, weil sie so sinnlos erscheint). Es stellt sich zunehmend ein Gefühl der Leere ein. Unklare körperliche Symptome (Schwindel, Kopfschmerz, Herzklopfen, Kloßgefühl im Hals, undefinierte Schmerzen in der Brust oder Rücken) können in Kombination mit den anderen Merkmalen ebenfalls ein Hinweis sein. Ist die psychische Belastung zu groß, ist der Weg in die Sucht nicht weit. Durch Rauchen, Alkohol und Tabletten versuchen Betroffene, den inneren Druck herunterzufahren. Extremer Sport ist eine andere - wenngleich gesündere – Kompensationsstrategie: Sport wirkt durch die Hormone, die der Körper bei langer sportlicher Belastung ausschüttet, antidepressiv. Es sind Cortisol, Adrenalin und Serotonin, die die wunde Psyche betäuben.

Wirklich helfen können aber nur Psychiater oder Psychotherapeuten. Eltern, die auch nur den geringsten Verdacht haben, es könne ihnen seelisch nicht gut gehen, sollten auf jeden Fall einen Arzt befragen. Ein Facharzt kann anhand eines einfachen Fragebogens feststellen, ob und wenn ja, welche Behandlung sinnvoll ist.

Info: Eine sehr umfangreiche Broschüre zu unterstützenden Angeboten im Alb-Donau-Kreis finden Sie unter: http://www.alb-donau-kreis.de/sozial/pdf/angebote_fuer_menschen_mit_psychischer_erkrankung.pdf Weiterführende Informationen: Bundesarbeitsgemeinschaft Kinder psychisch erkrankter Eltern www.bag-kipe.d Initiative peripartale psychische Erkrankungen http://www.schatten-und-licht.de
Unterstützung für Kinder: Echt Stark! Für Kinder psychisch kranker oder suchtkranker Eltern gibt es Gruppen, in denen sie andere betroffene Kinder kennenlernen und altersgerechte Antworten auf ihre Fragen erhalten. Anbieter sind zum Beispiel:
Caritas Ulm
Psychologische Familien- und Lebensberatung
Spielmannsgassse 6
89077 Ulm
Tel.: 0731 403 42 160
Fax: 0731 403 42 169
E-Mail: pfl@caritas-ulm.de,
KJF-Augsburg, Psychologische Beratungsstelle für Erziehungs-, Jugend- und Familienberatung, Ulmerstr. 20, 89257 Illertissen, Tel: 07303901810 Email: info@eb-illertissen.de, oder
Psychologische Beratungsstelle für Erziehungs-, Jugend- und Familienberatung, Marlene-Dietrich-Straße 3, 89231 Neu-Ulm, Tel.: 0731/76050,
Fax: 0731/76089.
www.ejv-donau-iller.de
Teilen
2017-11/01-Sayý-549
Merhaba TV
Takvim
Interna
Toker
CNR Food Istanbul
CNR Emlak Fuari
Fehmy und Fesih
Türkische Spezialitäten Schillergarten
Dr. med. univ. A. Aslan
Signboxx
Cigköftem
Grafithek
Designmatic
AK-SU
Sayfam
Dis Doktoru - Kangal
Memmo Döner Býçaklarý
Aydoğan Elektronik
Avukatlık Bürosu KARAKAŞ
Anwaltskanzlei KARAAHMETOĞLU & KOLLEGEN