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Sayy: 554 - 18.01. - 01.02.2018 Son sayý için týklayýn
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Interview mit Nils Schmid

Baden-Württembergs Finanz- und Wirtschaftsminister Nils Schmid: „Eine abgeschlossene Berufsausbildung ist eine hervorragende Voraussetzung für eine berufliche Karriere“

 
Baden-Württembergs Finanz- und Wirtschaftsminister Nils Schmid über die Wege in einen Beruf, Informationsmöglichkeiten und die große Bedeutung einer beruflichen Ausbildung

Herr Minister, es gibt viele Wege, zu einem Beruf zu kommen - über Praktika, Schule, betriebliche Ausbildung, ein Studium oder Weiterbildungen und Umschulungen. Welches ist der beste Weg?

Finanz- und Wirtschaftsminister Nils Schmid: Es ist sehr gut, dass jungen Menschen so viele unterschiedliche Wege in den Beruf offen stehen. So kann jeder für sich den besten Weg finden - eben den, der zu den eigenen Wünschen, Plänen und Voraussetzungen am besten passt. Das muss nicht immer ein Studium sein. Meine Frau Tülây zum Beispiel hat nach dem Abitur in der Türkei in Deutschland erst eine Ausbildung zur Rechtsanwaltsgehilfin gemacht, dann holte sie das Abitur hier nach und studierte an der Universität. Andere machen eine Berufsausbildung und im Anschluss daran ihren Meister. Wieder andere machen sich selbstständig. Das berufliche Leben ist bunt und vielfältig.

Aber viele Beispiele zeigen doch auch, dass man ohne Ausbildung und Abschluss einen Job finden kann. Warum sollte man sich überhaupt die Mühe machen?

Schmid: Mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung ist das Risiko deutlich geringer, arbeitslos zu werden. Sie ist eine hervorragende Voraussetzung für eine berufliche Karriere. Es mag Jobs geben, die auch ohne Ausbildung zu kriegen sind. Aber das werden immer weniger, denn die Aufgaben werden spezieller und die Anforderungen größer. Unsere Autos beispielsweise werden immer besser, sicherer, schadstoffärmer, gleichzeitig aber auch komplexer. Früher wurden in den Werkstätten Kfz-Mechaniker, KFZ-Elektriker oder Automobilmechaniker ausgebildet, heute gibt es Kfz-Mechatroniker mit fünf verschiedenen Schwerpunkten. Für jeden Bereich sind speziell geschulte Fachleute zuständig.

Die Ausbildung zum Kfz-Mechatroniker ist eine betriebliche Ausbildung. Was ist das Besondere an dieser Form der Ausbildung?

Schmid: Die betriebliche Ausbildung verläuft zweigleisig: Auszubildende lernen die Theorie im Schulunterricht und die Praxis in den Ausbildungsbetrieben. Das ist ein Modell, das sich sehr bewährt hat und das international anerkannt ist. Sicherlich hat die betriebliche Ausbildung auch dazu beigetragen, dass die deutsche Wirtschaft weltweit so erfolgreich ist. Für die Unternehmen hat das System den Vorteil, dass die Auszubildenden nicht nur theoretisch wissen, worauf es ankommt. Sie kennen sich auch mit dem aus, was bei der täglichen Arbeit gefragt ist. Sie arbeiten in den Betrieben mit, erfahren, wie sie Aufgaben selbstständig oder auch gemeinsam mit Kollegen bewältigen können und sie sind die künftigen Fachkräfte für die Firmen.

Profitieren auch die Auszubildenden vom System der betrieblichen Ausbildung?

Schmid: Auf jeden Fall. Sie erleben, dass das theoretische Wissen aus dem Schulunterricht im Arbeitsalltag wirklich gebraucht wird. Sie sehen die Ergebnisse ihrer Leistung, bekommen dadurch Selbstbewusstsein und Verantwortungsgefühl. Eine betriebliche Ausbildung kann aus schwachen Schülerinnen und Schülern starke Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter machen. Denn etwas schwächere schulische Leistungen können mit guten praktischen ausgeglichen werden. Nicht zuletzt bekommen die Jugendlichen während ihrer Ausbildung auch eine Vergütung. Wenn ich als Minister Unternehmen besuche, treffe ich dort auf sehr motivierte, engagierte junge Auszubildende. Sie haben Spaß an ihrer Ausbildung.

Freude macht, was zu jemandem passt. Bei mehreren Hundert Ausbildungsberufen ist das nicht leicht zu finden.

Schmid: Das stimmt. Es gibt rund 330 staatlich anerkannte Ausbildungsberufe. Das reicht von Maurerin und Tischler, über Fachinformatiker und Konstruktionsmechaniker bis zu pharmazeutisch-kaufmännische Assistentinnen. Wer nicht schon von klein auf einen Traumberuf hatte wie Bankkauffrau oder Altenpfleger, der muss sich erst einmal einen Überblick verschaffen. Dabei kann unsere Ausbildungskampagne www.gut-ausgebildet.de helfen. Oder auch unsere Ausbildungsbotschafter....

… Sie sprechen von jungen Menschen, die in den Schulen in Baden-Württemberg ihre Berufe vorstellen...

Schmid: … und die das besser vermitteln können als jede noch so gut gemachte Broschüre. Mehr als 6000 Ausbildungsbotschafter haben wir seit Sommer 2011 in Baden-Württemberg geschult, sie kommen aus 180 Berufen. Die Glaubwürdigkeit ist hoch, wenn die Botschafter Gleichaltrigen von ihrer Lehre erzählen. Wenn sie über den Ausbildungsstoff oder die Prüfungen sprechen und darüber, wie die Zusammenarbeit mit den Kollegen und den Chefs läuft.

Gibt es noch mehr Möglichkeiten, sich über eine Berufsausbildung zu informieren?

Schmid: In Baden-Württemberg sind sogenannte Berufswerber unterwegs. Das sind Muttersprachler, die Schülerinnen, Schüler und deren Eltern mit Migrationshintergrund in der jeweiligen Sprache über eine berufliche Ausbildung informieren. Auch in türkischer Sprache. Sie helfen bei Fragen zur Bewerbung oder bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz weiter.

Warum ist eine spezielle Beratung für Familien mit Migrationshintergrund notwendig?

Schmid: Weil viele aus ihrer alten Heimat das System der betrieblichen Ausbildung nicht kennen. Ihnen möchten wir die Chancen aufzeigen. Damit wollen wir den Anteil derjenigen reduzieren, die keinen Berufs- und Hochschulabschluss haben. Bei den 25- bis 35-jährigen Bürgerinnen und Bürgern ohne Migrationshintergrund liegt der Anteil bei rund 14 Prozent, bei den Bürgerinnen und Bürgern mit Migrationshintergrund bei rund 31 Prozent. Ich bin überzeugt, dass es für alle ein Gewinn ist, wenn mehr junge Leute einen Abschluss erreichen.
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